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Die Schweiz übernimmt die Führung als einer der weltweit führenden Kaffeeexporteure

Av Martin Arwin
Publicerad 2024-09-27

Illustration: Trends beim Kaffeekonsum in Europa
Die Kaffeekultur befindet sich derzeit in einem starken Wandel. Laut einer Umfrage von Deloitte, an der 7.000 Verbraucher aus 13 Ländern teilnahmen, zeichnen sich wichtige Trends auf dem Kaffeemarkt ab.

Trotz der Vielzahl an Cafés trinken die Menschen meist Instantkaffee zu Hause. Junge Menschen bevorzugen mehr Milch in ihrem Kaffee als ältere, und für die Verbraucher wird es immer wichtiger, dass der Kaffee nachhaltig produziert wird. Die Studie zeigt auch, dass es Unterschiede zwischen Kaffeeliebhabern in den deutschen, französischen und italienischen Teilen der Schweiz gibt.

Die Schweiz – ein globales Zentrum für Kaffee
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Schweiz zu einem wichtigen Zentrum für den globalen Kaffeemarkt entwickelt. Das Land verfügt über mehrere bekannte Röstereien und einige der weltweit größten Hersteller von Kaffeemaschinen. Obwohl die Schweiz selbst keinen Kaffee anbaut, ist sie nach Brasilien zu einem der weltweit größten Kaffeeexporteure geworden, mit einem Exportwert von über 3,2 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2023. Kaffee ist sogar ein größeres Exportgut als traditionelle Schweizer Produkte wie Schokolade und Käse.

Instantkaffee ist zu Hause am beliebtesten
Viele Menschen trinken mehrere Tassen Kaffee pro Tag, daher ist Einfachheit für sie wichtig. Instantkaffee ist die gängigste Zubereitungsmethode, 39 % bevorzugen ihn, gefolgt von Filterkaffee (28 %) und Kaffeekapseln (25 %). Junge Menschen trinken häufig Kaffee aus der Dose oder Flasche, während ältere Generationen meist Kaffeemaschinen verwenden.

Ältere Menschen trinken auch mehr Kaffee als jüngere. Die Generation Z (geboren zwischen Mitte der 1990er und Anfang der 2010er Jahre) trinkt durchschnittlich ein bis zwei Tassen pro Tag, während ältere Generationen zwei bis drei Tassen trinken. Junge Menschen bevorzugen auch mehr Milch in ihrem Kaffee, während ältere Menschen häufiger schwarzen Kaffee trinken.

Espresso löst Café Crème ab
Café Crème, früher das beliebteste Kaffeegetränk in der Schweiz, ist mittlerweile weniger beliebt als Espresso. Laut der Umfrage bevorzugen 46 % Espresso, gefolgt von Cappuccino (37 %) und Latte (32 %). Dies zeigt, wie die Schweizer Kaffeekultur zunehmend von der italienischen Kaffeetradition beeinflusst wird.

Es gibt auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz. Im deutschsprachigen Teil der Schweiz ist es am üblichsten, Milch in den Kaffee zu geben, während Zucker in den französisch- und italienischsprachigen Teilen beliebter ist.

Mehr Menschen brühen Kaffee zu Hause
Während der Pandemie mussten viele ihren Kaffee zu Hause zubereiten, und dieser Trend hat sich aufgrund steigender Preise fortgesetzt. Über die Hälfte der Befragten (55 %) hat begonnen, mehr Kaffee zu Hause zuzubereiten, anstatt ihn unterwegs zu kaufen.

Nachhaltigkeit wird wichtiger
Klimawandel, Abholzung und Verlust der biologischen Vielfalt stellen die Kaffeebauern vor Herausforderungen. Gleichzeitig werden Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen für die Verbraucher immer wichtiger. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (46 %) kennt nachhaltigen Kaffee, und ein Viertel (28 %) hat ihn bereits probiert. Immer mehr Menschen sind auch bereit, für fair und umweltfreundlich produzierten Kaffee einen Aufpreis zu zahlen.

Quellen:
Deloitte, Zürich/Genf Coffee Study: Die Schweizer bevorzugen Espresso gegenüber Café Crème und bereiten ihren Kaffee aufgrund steigender Preise zunehmend zu Hause zu deloitte.com Online veröffentlicht am 26. September 2024.

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